Warum es schwieriger geworden ist den passenden Partner zu finden

Heutzutage ist es schwer geworden, den einen Partner zum Pferdestehlen zu finden. Vielen fällt es schwer, überhaupt jemanden zu finden, bei dem der Funken überspringt und einige beenden die Beziehung schon nach wenigen Monaten.

Wir werden immer austauschbarer, im Grunde könnte man die Partnersuche heutzutage mit einem Shoppingausflug vergleichen.

Wenn das eine T-Shirt nicht zu 100 Prozent unseren Vorstellungen entspricht, kaufen wir uns eben ein neueres und besseres. Leider verläuft es beim Dating nicht viel anders, fast niemand ist mehr bereit, Schwächen in Kauf zu nehmen und sich einzugestehen, dass eine erfüllte, gemeinsame Zukunft Arbeit bedeutet.

Doch wieso ist das eigentlich so, und was kannst du tun, um endlich den wahren Partner zu finden? All das erklären wir dir in unserem Artikel.

Die Schwierigkeiten des Datings

Aber was sind die Schwierigkeiten, die so ein Datingmarkt mit sich bringt und wieso funktioniert es nicht, einen aufrichtigen und liebenden Partner zu finden?

Die Antwort liegt im Grunde genommen auf der Hand. Jeder, der schon einmal auf einem Datingportal unterwegs war, wird mitbekommen haben, wie viele Menschen sich dort tummeln und dass man im Grunde genommen eine riesengroße Auswahl hat.

Das klingt erstmals nach einer Vielzahl an Möglichkeiten und nach einer Menge Spaß und Vergnügen. Doch genau darin liegt das Problem: der Markt ist übersättigt. Je größer die Auswahl ist, desto gleichgültiger ist es uns, wenn es mit dem ein oder anderen nicht funktioniert. Wenn das Date nicht zu unserer vollsten Zufriedenheit verlaufen ist, dann gibt es noch tausende Möglichkeiten, es besteht also kein Bedarf, an kleinen Unstimmigkeiten zu arbeiten.

Wir schließen das Kapitel also ab und wagen uns ins nächste Abenteuer. Erfahrene im Bereich Dating werden dann aber irgendwann merken, dass sie nie den einen, der zu 100 Prozent den eigenen Vorstellungen entspricht, finden werden.

Der Frust ist zu Beginn erstmals groß und viele fangen dann, um sich zu trösten, lockere Verhältnisse an.

Die Anzahl der Singles wächst

Der Grund dafür, wieso es immer mehr Singles gibt, sind sicherlich die hohen Ansprüche an den potenziellen Partner. Doch das ist nicht der einzige Grund, wieso es heutzutage so viele alleinstehende Personen gibt. Viele Menschen möchten sich an erster Stelle selbstverwirklichen und ihr eigenes Ding durchziehen.

In diesen Fällen ist oft kein Platz für einen Partner, geschweige denn für eine Beziehung, die viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Außerdem fallen mit der Zeit gesellschaftliche Zwänge und traditionelle Werte verlieren an ihrer Bedeutung.

Die Tatsache, dass man mit 30 Jahren schon ein Haus mit Garten sowie eine glückliche Familie haben sollte, verliert immer mehr an Bedeutung. Des weiteren sind heutzutage viele Frauen finanziell unabhängig und brauchen keinen Partner mehr, der sie über die Runden bringt.

Auch die Motivation, Krisen miteinander zu überstehen hat leider deutlich abgenommen.

Datingverhalten früher und heute im Vergleich

Vielleicht kennst du es von Erzählungen deiner Eltern oder Großeltern; früher gab es noch keine Smartphones und man konnte sich nicht minütlich Nachrichten schreiben.

Auch Anrufe waren damals eher rar gesät, man musste sich also wirklich treffen, um ein Gespräch führen zu können. Der Aufwand, welcher betrieben werden musste, um dem Date „nah“ zu sein, war früher also wesentlich höher. Deswegen musste man schon viel Fantasie und Engagement an den Tag legen, um den potenziellen Partner zu beeindrucken.

Heutzutage ist es oftmals mit einer einfachen SMS getan, gelegentlich gibt es Telefonate, aber dem Date auf eine gewisse Art und Weise nahe zu sein, ist im Grunde selbstverständlich. Sicherlich war es früher komplizierter, sich mit dem Date auszutauschen, allerdings war damit auch eine gewisse Aufregung verbunden, die heutzutage oftmals zu kurz kommt.

Wenn man sich früher auf einer Party begegnete, musste man schnell handeln. Wenn die schöne Frau sich aus dem Blickfeld bewegte, verlor man vermutlich die Chance, mit ihr in Kontakt zu treten. Es war also schnelles Handeln gefragt, denn nur weil man ihren Namen kannte, hieß dies noch lange nicht, dass man die Dame ausfindig machen konnte.

Man musste also den ganzen Mut zusammennehmen und sie nach ihrer Nummer fragen. Heutzutage reicht der Name oftmals schon aus, um den Schwarm auf Social- Media ausfindig zu machen und ihn dann zu kontaktieren, oder auch nicht.

Der Einfluss von Social -Media auf die Partnerwahl

Unter Umständen bedarf es auch gar keines Gesprächs, um herauszufinden was der Schwarm in seiner Freizeit macht, oder welchen Beruf er ausübt. Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Facebook geben in der Regel schon viel Auskunft über das Leben des anderen.

Oftmals genügt nur ein Blick auf die Instagramseite der- oder desjenigen und alle Fragen sind beantwortet. Es besteht also gar nicht mehr die Möglichkeit, dass Neugierde entstehen kann. Heutzutage muss man also nicht einmal mehr zwingend die eigenen vier Wände verlassen, um den Traumpartner kennenzulernen.

Die Tücke von Social- Media- Seiten ist allerdings, dass sich dort Menschen größtenteils von ihrer besten Seite zeigen, viele Bilder entsprechen also nicht mehr der Realität und sind inszeniert. Umso größer kann dann die Enttäuschung sein, wenn man den Menschen im realen Leben trifft und eines Besseren belehrt wird.

Filter und Bildbearbeitung tragen außerdem dazu bei, dass die Wahrnehmung auf eine gewisse Art und Weise verzerrt wird.

Die Zufriedenheit der Suchenden

Wenn du eine Zeit lang im Online- Date- Game aktiv warst, wirst du sicherlich festgestellt haben, dass es ziemlich frustrierend sein kann, zu daten. Dies liegt daran, dass wir uns unter Umständen zu große Hoffnungen machen und bei jedem neuen Date denken „Jetzt kommt der perfekte Partner.“

Diese Enttäuschung kann nach ein zwei Dates zu verkraften sein, wenn es sich allerdings um viele miese Dates handelt, fragst du dich bestimmt irgendwann, wo das Ganze überhaupt hinführen soll. Viele Suchende sind allerdings sehr offen und erwarten sich nicht viel von ihren Dates, ganz nach dem Motto „Wenn man sich nichts erwartet, kann man auch nicht enttäuscht werden.“

Letzen Endes muss jeder selbst seinen Weg im Umgang mit schlechten Bekanntschaften finden, es gibt keine Methode, die sich für alle als richtig herausstellt.

Wie kann man in der heutigen Zeit den passenden Partner finden?

Wichtig ist, sich im Vorhinein darüber klarzuwerden, welche Erwartungen man an das Gegenüber hat. Es kann außerdem nicht schaden, diese ganz offen zu kommunizieren und das potenzielle Date noch vor dem Treffen zu befragen.

Dies beseitigt schon im Vorhinein Unklarheiten und unter Umständen spart man sich dann ein schlechtes Date. Zudem sollte man seine Erwartungen nicht zu hochhalten, denn kein Mensch ist perfekt und muss es auch nicht sein.

Vielmehr geht es darum, das Gegenüber trotz seiner Fehler und Schwächen in sein Herz zu schließen und an kleinen Unterschieden gemeinsam zu arbeiten. Außerdem kann es auch nicht schaden, das ein oder andere Hobby miteinander zu teilen.

Aber auch wenn keine gemeinsamen Hobbys vorhanden sind, lässt sich sicherlich eine Tätigkeit finden, die beiden Partnern Spaß macht.

Was sind die Ansprüche und Erwartungen der Menschen?

Frauen sehen in Männern oftmals das starke, beschützende Geschlecht. Sie erwarten, dass sie eine starke Schulter zum Ausweinen haben und in vielen Köpfen ist nach wie vor verankert, dass der Mann mehr als die Frau verdienen sollte.

Viele Männer erwarten von einer Frau, dass sie beschützt werden will und sich neben ihm klein hält. Doch heutzutage sind viele Frauen ambitioniert und wollen auf eigenen Beinen stehen, sowie sich selbst erhalten können. Um eine funktionierende Partnerschaft gewährleisten zu können, müssen wir uns von den alten Rollenbildern verabschieden und mehr Platz für individuelle Entfaltung schaffen.

Zudem solltest du dir darüber klar werden, dass es so etwas wie den perfekten Partner nicht gibt, du mit ihm aber trotzdem eine perfekte Zeit verbringen kannst.

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